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Klaus Huber: Von der Vorsicht, der Sorge und der wahren Demut

Drei neue Gedichte werfen einen kritischen und zugleich hoffnungsvollen Blick auf unsere Zeit

Klaus Huber

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Klaus Huber: Von der Vorsicht, der Sorge und der wahren Demut

 

Klaus Huber: Von der Vorsicht und der wahren Demut

Drei neue Gedichte werfen einen kritischen und zugleich hoffnungsvollen Blick auf unsere Zeit

Ein Plädoyer für das eigene Denken

Oft neigen wir dazu, uns im Stillen zu halten, um Kritik zu vermeiden. Klaus Huber reflektiert in seinem Gedicht „Vorsichtsmaßnahme“ über diesen diplomatischen Rückzug und betont den Wert des bewahrten, eigenen Denkens:

VorsichtsmaĂźnahme

Bislang schleicht man auf leisen Sohlen,
um nicht Kritik an s i c h zu holen,
denn nur im Stillen darf man denken,
wohin uns bewusst Schritte lenken,

die wir im Grund fĂĽr richtig halten,
doch – diplomatisch – nicht entfalten.
Man sollte sie sich auch nach Jahren
als eigenes Denken aufbewahren

– bis die Erfahrung unseres Lebens
beweist: Dies war doch nicht vergebens.

Klaus Huber · März 2026

Der schmerzhafte Blick auf die Welt

In „Tiefe Besorgnis“ verarbeitet der Lyriker die aktuelle Weltenlage. Wenn „brutale Mächte toben“, fällt der Blick nach oben oft schwer. Doch Huber warnt davor, die Hoffnung gänzlich aufzugeben:

Tiefe Besorgnis

Wir verzweifeln in den Tagen,
wenn wir kaum zu hoffen wagen,
dass das finstere Toben endet,
vieles sich zum Guten wendet,

wenn brutale Mächte toben.
Hilflos wirkt der Blick nach oben.
Frage klingt: Ist was zu retten,
was wir zu erwarten hätten?

Etwas bleibt fĂĽr uns bestehen:
dass wir hoffentlich bald gehen.
Ist die Erwartung aufgegeben,
droht zu schwinden Lust am Leben.

Klaus Huber · März 2026

Die Schönheit der Einfachheit

Zum Abschluss erinnert uns Klaus Huber daran, dass wahre Größe oft in der Bescheidenheit liegt. In einer Zeit der „Defilee-Kultur“, die Prunk und laute Gesten feiert, setzt er ein Zeichen für die leise Botschaft:

Schwere Zeit

Schwer hat es in dieser Zeit
vielfach doch die Einfachheit.
Erinnerung betont oft nur
Prunk und „Defilee-Kultur“,

welcher huldigt mancher Pracht,
die sich allzu wichtig macht.
Gesten, deutlich klar gesetzt,
werden vielfach mehr geschätzt,

wenn der Geber hier damit
in die zweite Reihe tritt,
sich selbst ganz bescheiden gibt,
nur, weil er die Botschaft liebt.

Klaus Huber · März 2026

Wie Klaus Huber treffend anmerkt:
„DEMUT endet mit MUT !!“
· · ·

Ăśber den Autor

Klaus Huber, geboren in Achern, ist pensionierter Grundschullehrer, Lyriker und freier Autor. Als „Klaus vom Dachsbuckel" verbindet er in seinen Gedichten der Begegnung und Ermutigung Heimatverbundenheit mit christlichen Werten und feinsinnigem Humor. In diesem Jahr feiert er seinen 80. Geburtstag.

Weitere Werke: www.klausvomdachsbuckel.de