Montag, der 22 April 2019
 
 

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"In der Beziehung knirscht es - kann gute Kommunikation helfen?"

Kommunikationsberatung, Coaching

Kommunikationstraining Dr. Moeller

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"In der Beziehung knirscht es - kann gute Kommunikation helfen?"

 

Liebe Leser,

gerade letzte Woche kam eine junge Frau zu mir und sagte: "Wir sind jetzt vier Jahre zusammen, aber unsere Kommunikation ist eine einzige Katastrophe. So halt ich das nicht lange aus". Eine Situation, die - ob in kurzer oder langer Partnerschaft - fast jeder von uns schon mal durchgemacht hat. Was ist zu tun? Aus 20 Jahren Kommunikationsberatung und Coaching scheinen mir folgende sechs Tips besonders wertvoll zu sein:

1. Nie dem anderen alles sagen, was man über ihn denkt. Behalte auch mal etwas für dich. Einmal dahingeworfene Beleidigungen, dass jemand ein "dreckiger Rotzlöffel" oder "tumber Affe" sei, lassen sich nicht wieder zurückholen. Im Gegenteil: In späteren Konflikten wird das alles wieder hervorgeholt "Du hast ja damals schon..." In der Erregung nicht alles auszusprechen, hilft einem, später auch sachlichere Worte zu finden.

2. Vorwürfe in positive Anregungen verwandeln. Vorwürfe ("Ich hatte dir doch schon tausendmal gesagt...") sind auf Dauer der Tod einer Beziehung. Zwei, drei Jahr hält das der Partner aus, spätestens dann kommt die Frage: "Warum sind wir überhaupt noch zusammen, wenn ich doch nix richtig mache?". Man kann Dinge leicht positiv formulieren - und wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, ist es nachher ganz einfach: "Schatz, der Abwasch hat mich gerade gefragt, wann du kommst...". "Ohh die Schuhe auf dem Flur freuen sich sooo aufs Schuhregal". 

3. Konflikte nie direkt austragen. Streit und Konflikte lassen sich nie lösen, wenn beide Seiten noch hoch emotional reagieren und aufeinander böse und aufgewühlt sind. Es wird dann nur schlimmer, weil wir versuchen, Recht zu behalten. Der Kampf ums Rechtbehalten ist zerstörerisch. Sinnvoll ist es, sich in diesem Moment einfach aus dem Weg zu gehen und sich auf einen Termin zu einigen, wo man das Vorgefallene bespricht, etwa: "Hast du heute abend Zeit, wenn du vom Sport kommst? Dann würde ich gerne darüber nochmal reden".

4. Die Gefühle des anderen verstehen lernen. Eine Beziehung kommt in der Regel nur zustande, weil beide Partner Gefühle füreinander hegen. In einem Gespräch, das der Streitschlichtung dient, sollte das im Vordergrund stehen. Jeder erhält fünf Minuten, in denen er die Situatin beschreibt und dem anderen erklärt, wie er sich dabei gefühlt hat. Dann wechseln die Rollen. Während der eine spricht, schweigt der andere und lernt, aktiv zuzuhören.

5. Was machen wir gerne miteinander? Im Laufe der Zeit zeigt jede Partnerschaft Verschleisserscheinungen. Man kennt andere Menschen, mit denen man gerne Golf spielt, ins Konzert oder in die Disco geht. Nicht alles macht man mit seinem Partner am liebsten. Das muss auch nicht sein. Aber einmal im Monat sollten sich beide zusammensetzen und darüber sprechen, wo man den anderen im nächsten Monat gerne dabei haben möchte - einfach weil es dann schön ist, wenn er da ist.

6. Blumen und Überraschungen wirken Wunder. Bisweilen bin ich selbst perplex, welche heilende Wirkung ein überraschend mitgebrachter Blumenstrauß haben kann. Offenbar steht er nicht nur für Liebe, sondern auch für Versöhnung. Was Worte nicht schaffen, das gelingt einem wunderschönen Strauß roter Rosen oder einem knallbunten geschmackvollen Blumenstrauß. 

Für Eure Beziehung wünsche ich euch alles Gute

Euer Klaus-Ulrich