Dienstag, der 26 März 2019
 
 

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Steuerinformationen I. Quartal 2019

Steuernews 01_2019

Michael Pfaff Steuerberatung (Rust)

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Steuerinformationen I. Quartal 2019

 

Steuernews I. Quartal - kompakt

Für alle Steuerpflichtigen

Basiszinssatz bleibt unverändert bei -0,88 %

Erste Vorschläge für eine Grundsteuerreform

Handwerkerleistungen: Keine Steuerermäßigung bei Versicherungserstattung

KV-Beiträge des Kindes als Sonderausgaben der Eltern: Bundesfinanzhof stellt
neue Anforderungen

Kinderbetreuung durch Großeltern: Fahrtkosten können Sonderausgaben sein

Kindergeld: Zu den Voraussetzungen für ein erkranktes, aber weiter ausbildungswilliges Kind

Kraftfahrzeugsteuer ist auch bei einem Dieselfahrverbot zu zahlen

Prozesskosten für Umgangsrechtsstreit als außergewöhnliche Belastungen?

Service der Finanzverwaltung: Online-Steuerrechner für Rentner

Überspannung eines Grundstücks mit einer Stromleitung: Entschädigung ist nicht zu versteuern

„Jahressteuergesetz 2018“: Dienstfahrräder und Jobtickets ab 2019 steuerfrei

 

Für Vermieter

Dauerhafte Vermietungsabsicht auch bei Abschluss eines Mietvertrags mit
Eigenbedarfsklausel möglich

 

Für Unternehmer

Bauträger haben in Altfällen einen Umsatzsteuer-Erstattungsanspruch

Betriebsaufgabe: Auflösung eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens
als begünstigter Gewinn

Brexit: Erleichterter Wechsel von der Limited in das deutsche Recht

Das Verpackungsgesetz bringt ab 2019 zahlreiche Änderungen

Dienstwagen: Keine Einzelbewertung bei nur gelegentlichen Fahrten zur Betriebsstätte

Hinzuschätzungen: Ein Umsatzsteuerheft allein erfüllt die Aufzeichnungspflichten nicht

Korrektur eines unrichtigen Umsatzsteuerausweises nur bei Differenzrückzahlung an Kunden

Umsatzsteuer: Verwaltung übernimmt Rechtsprechung zur Rechnungsanschrift

Umsatzsteuersatz in Bäckereifilialen: Es kommt auf die Sitzgelegenheiten an

Wohl bald nur noch 7 % Umsatzsteuer auf E-Books

Zeitliche Zuordnung von Umsatzsteuer-Vorauszahlungen

Übernahme der Umzugskosten durch den Arbeitgeber eine umsatzsteuerpflichtige Leistung?

 

Für GmbH-Gesellschafter

Einzahlung in die Kapitalrücklage als nachträgliche Anschaffungskosten auf die Beteiligung

 

Für Personengesellschaften

Mitunternehmerschaften: Realteilung durch neue Verwaltungsanweisung vereinfacht

 

Für Arbeitgeber

Mahlzeitengestellung: Großbuchstabe „M“ ist ab 2019 verpflichtend aufzuzeichnen

Neue Auslandsreisepauschalen ab 2019

Rabatte für Beschäftigte eines verbundenen Unternehmens bei Pkw-Kauf kein Arbeitslohn

 

Für Arbeitnehmer

Anträge auf Lohnsteuer-Ermäßigung 2019

Fahrtenbuchmethode nur bei Nachweis der individuellen Kosten

Finanzverwaltung veröffentlicht die Umzugskostenpauschalen für 2018 bis 2020

Merkblatt zur Steuerklassenwahl 2019 für Ehegatten und Lebenspartner

 

weitere Steuernews 2019 - kompakt

Ende 2018 hat die Gesetzesmaschinerie richtig Fahrt aufgenommen. Wie so oft im Gesetzgebungsverfahren wurden „kurz vor Toresschluss“ noch einige Änderungen vorgenommen. Hierbei ist hervorzuheben, dass Dienstfahrräder und Jobtickets ab 2019 steuerfrei sind.

 

Darüber hinaus ist auf folgende Aspekte hinzuweisen:

 

  • Weil die Vorschriften zur Einheitsbewertung für die Bemessung der Grundsteuer verfassungswidrig sind, muss der Gesetzgeber eine Neuregelung vornehmen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat nun zwei verschiedene Modelle vorgestellt, die bereits kontrovers diskutiert werden: Ein Flächenmodell und ein wertabhängiges Modell.

 

  • Tragen Eltern wegen einer Unterhaltsverpflichtung die Basiskranken- und Pflegeversicherungsbeiträge ihres Kindes, dann können sie diese selbst als Sonderausgaben steuermindernd absetzen. Nach einer aktuellen Entscheidung des Bundesfinanzhofs setzt das allerdings voraus, dass die Eltern dem Kind die Beiträge tatsächlich gezahlt oder erstattet haben. Dass Naturalunterhalt geleistet wurde, reicht nicht.

 

  • Die einmalige Entschädigung für die Überspannung eines Grundstücks mit einer Stromleitung ist nicht zu versteuern. Mit dieser Entscheidung hat der Bundesfinanzhof Weitblick bewiesen und der Vorinstanz eine Absage erteilt, die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung angenommen hatte.

 

  • Nutzen Arbeitnehmer ihren Firmenwagen nur für gelegentliche Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte, ist eine Einzelbewertung der Fahrten zur Ermittlung des geldwerten Vorteils möglich. Diese Möglichkeit können Gewerbetreibende und Selbstständige für ihre Fahrten zur Betriebsstätte jedoch nicht nutzen. Dies hat der Bundesfinanzhof entschieden.

 

  • Bis dato erstattet die Finanzverwaltung Umsatzsteuer in Bauträger-Altfällen nur, wenn nachgewiesen wird, dass der Steuerbetrag an den Subunternehmer bezahlt worden ist oder aber mit der vom Subunternehmer abgetretenen Forderung aufgerechnet werden kann. Diese profiskalische Handhabung hat der Bundesfinanzhof nun abgelehnt. Im Raum stehen Steuerausfälle in einstelliger Milliardenhöhe.

 

  • Leistet ein Gesellschafter, der sich für Verbindlichkeiten der Kapitalgesellschaft verbürgt hat, eine Einzahlung in die Kapitalrücklage, um seine Inanspruchnahme als Bürge zu vermeiden, führt dies zu nachträglichen Anschaffungskosten auf seine Beteiligung. Diese Entscheidung des Bundesfinanzhofs ist insofern vorteilhaft, als sich dadurch ein Veräußerungs- oder Auflösungsgewinn vermindert oder ein entsprechender Verlust erhöht.

 

  • Das Bundesfinanzministerium hat seinen Realteilungserlass aus 2016 überarbeitet und dabei die jüngere Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs berücksichtigt. Damit wird die Realteilung einer Mitunternehmerschaft vereinfacht.