Sonntag, der 24 Januar 2021
 
 

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Adventszeit, genau die richtige Zeit, um über Nachhaltigkeit nachzudenken

Eine kleine Geschichte zum heutigen Nikolaus

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Adventszeit, genau die richtige Zeit, um über Nachhaltigkeit nachzudenken

 

Heute ist Nikolaus und der zweite Advent. Advent, so meine ich, ist genau die richtige Zeit, um innezuhalten und über das vergangene Jahr nachzudenken. Es Revue passieren zu lassen und sich gerade in dieser Zeit darüber Gedanken zu machen, was einem eigentlich alles an guten Dingen widerfahren ist. Advent ist die richtige Zeit, um über Nachhaltigkeit nachzudenken. Nachhaltigkeit hört bei der ökologischen Unternehmensausrichtung nämlich nicht auf. Da beginnt sie erst. Nachhaltigkeit geht weit über das hinaus, was man mit Ökologie vielleicht verbinden würde. Insbesondere in dieser doch eher besinnlichen Zeit, haben wir die Möglichkeit auch mal an andere Menschen zu denken. Nicht nur immer an mich selbst? Wie geht es diesen Menschen eigentlich? Geht es diesen Menschen evtl. schlechter als mir? Benötigen sie vielleicht meine Hilfe?

An dieser Stelle möchte ich eine kleine Geschichte erzählen, wie sie mir gestern erst passiert ist. Auf meinem Heimweg von einer Kundgebung auf dem Offenburger Rathausplatz begegnete mir eine Obdachlose. Sie kauerte in einem Hauseingang. Sie war nur spärlich bekleidet. Da ich eine Decke mit mir führte, die ich sowieso an Obdachlose abgeben wollte, sprach ich sie an und fragte sie. „Guten Tag, brauchen Sie vielleicht eine Decke?“ Darauf antwortete sie mir. „Nein eine Decke benötige ich nicht. Ich brauche einen warmen Mantel.“ „Ich fragte sie, möchten Sie mitkommen? Wir besorgen Ihnen einen Mantel.“ Sie begleitete mich in ein Bekleidungsgeschäft in der Offenburger Innenstadt. Wir probierten ein paar Wintermäntel aus. Sie entschied sich für eine lange Variante, damit sie bis zu den Füßen warmgehalten wird, einen Schal brauchte sie auch und ein Paar warme Socken. Also habe ich einen warmen Mantel und einen Schal und ein Paar warme Socken für sie gekauft. Sie erzählte mir, sie heißt Elisabeth (Name geändert) und sie kommt aus der Kölner Gegend, genauer gesagt, aus Erftstadt. Wir haben uns sofort verstanden. Wir gingen dann noch in ein Schuhgeschäft, da sie neue Schuhe brauchte. Sie hatte eine Vorliebe für modische Schuhe. Am meisten interessierte sie sich für rosa Stiefeletten. Leider haben ihr die Schuhe nicht gepasst. Somit gingen wir ohne Schuhe weiter. Nach dem Abschied von Elisabeth blieb mir ein mulmiges Gefühl, ob das was ich für sie getan habe, auch wirklich genug war. Ich hoffe für Elisabeth, dass sie gut durch den Winter kommt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Nikolaus und einen besinnlichen zweiten Advent. Ihre Alexandra Willhalm

Mehr Infos zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie unter https://alewi.eu/