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Unternehmenswert steigern durch messerscharfe Marken - Interview mit der Markenrebellin

Interview mit der Markenrebellin Christine Späth

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Unternehmenswert steigern durch messerscharfe Marken - Interview mit der Markenrebellin

 

Sie sprengt eingerostete Ketten und positioniert mutige Visionäre als messerscharfe Marke.

Die Markenrebellin, Christine Späth.

Sie gilt als leidenschaftliche Verfechterin von mutigen Marken, die sich trauen anders zu sein.

Seit 2005 unterstützt sie Unternehmer dabei, ihre Marken in Magnete zu verwandeln, die Zielkunden automatisch anziehen.

Dabei fokussiert sie sich auf die strategische Markenkonzeption, die kreative Gestaltung des Markenbildes und die Entwicklung einer einzigartigen Corporate Identity, die Marken echten Wiedererkennungswert verleiht.

Ich habe mit ihr ein Interview geführt, in dem sie interessante Einblicke in ihre Tätigkeit als Markenrebellin gibt und die Bedeutung von Marken für Unternehmen unterstreicht.

 

Christine, wir arbeiten jetzt schon einige Jahre miteinander. Vielleicht willst Du einmal einen Einblick geben, wie wir uns kennengelernt haben und vor einigen Jahren zusammengekommen sind?

Ja, das ist doch schon wieder eine Zeit lang her. Vor ein paar Jahren war ich auf einem Unternehmertreffen, dem Unternehmertag in Durbach und dort waren Michael und Du als Sprecher. Ich war dort als Ausstellerin. So sind wir dann ins Gespräch gekommen, danach haben wir die Zusammenarbeit gestartet.

 

Genau. Und was mich damals sehr inspiriert hat, ist das Thema, das ja im Prinzip Dein Hauptthema ist und Dich begleitet. Ein Thema, mit dem wir viel Erfahrung haben und mit dem wir ja auch schon einen Teil unserer Erfolgsgeschichte geschrieben haben. Und zwar geht es bei Dir um das Thema „Positionierung“. Du nennst es die „messerscharfe Positionierung“ und eben „Markenaufbau“.

Und wie ihr ja alle wisst: In der Energiebranche haben Michael und Ich eine Marke kreiert, eine Marke aufgebaut und wenn wir damals schon den Kontakt zu Christine gehabt hätten, dann hätte es designtechnisch sicherlich noch ganz andere Formen angenommen.

Wir haben damals über intelligente Strategien, über ein Branding, über ein Markenbuilding eine Marke geschaffen, die dann am Ende des Tages schon nach 10 Jahren bei dem Verkauf unserer Unternehmen einen Wert von über einer halben Million hatte.

Und das ist im Prinzip noch eine kleine Nummer. Man kann ja ganz andere Dinge bewegen und Marken mit noch viel größerem Volumen aufbauen und da bist Du die Expertin, die spitz in diese Nische geht und hier letzten Endes jedem kleinen- und mittelständischen Betrieb ab einer gewissen Größenordnung, ab einem gewissen Umsatz und ab einer gewissen Mitarbeiterstruktur alle Möglichkeiten eröffnet.

Ich würde Dir einfach gerne ein paar Fragen stellen, so dass unsere Zuhörer ein Bild bekommen, wie das abläuft, wie das aussieht, was es einem bringt und wieso überhaupt der Beweggrund da sein sollte, eine eigene Marke aufzubauen und das eben auch mit Dir zu realisieren.

Also steigen wir ein.

Was ist Deine Meinung: Warum braucht ein Unternehmer eine klare, bzw. eine messerscharfe, eine spitze Positionierung bzw. Marke?

Ich nenne es ja die messerscharfe Marke, weil es genau darum geht, dass es nicht jedem gefallen muss, sondern - was ganz wichtig und entscheidend dabei ist - dass es bei der richtigen Zielgruppe genau die Emotionen und Sehnsüchte weckt, die die Personen haben.

Wir verkaufen immer über Emotionen. Deshalb geht es auch darum, das Wertesystem nach außen zu tragen. Durch dieses Wertesystem oder durch die Werte, die ein Unternehmen hat, dann die Zielgruppe wiederum abzuholen, so dass sie sagt „Hey Ja, genau da fühle ich mich willkommen. Genau da, fühle ich mich wohl.“

 

Okay. Was macht denn die Marke eines Unternehmens messerscharf?

Mit dem Strom schwimmen funktioniert da nicht. Das heißt, es geht tatsächlich um geniale Positionierungs-Strategien. Das Ganze messerscharf zu schleifen und nicht einfach mit der Masse zu gehen. Das heißt wirklich, sich abzuheben und einen unverwechselbaren Charakter oder eine ganz starke Identität zu schaffen.

 

Jetzt haben wir vorhin schon über Positionierung gesprochen. Ich glaube wir sind uns einig, dass die zwei Dinge - Marke und Positionierung - dicht beieinander liegen. Aber was ist Deine Meinung? Warum ist eine messerscharfe Positionierung für jeden Unternehmer ein „Must-Have?“

Es geht im Prinzip darum, einen emotionalen Zusatznutzen zu schaffen.

Die Kaufentscheidung liegt schon lange nicht mehr nur bei der Leistung alleine, sondern es geht eben um Emotionen. Also darum, bei der Zielgruppe die Emotionen zu schaffen, so dass diese wiederum eine Kaufentscheidung trifft.

 

OK. Wie schafft es Deiner Meinung nach ein Unternehmen langfristig Kunden zu binden?

Ich nehme da immer ganz gerne Apple als Beispiel. Und zwar brauchen wir als Unternehmer letztendlich keine Kunden, sondern Fans. Diese Fangemeinde, die hat Apple eben geschafft zu erschaffen.

Wenn man sich überlegt das hinzubekommen, dass ein Kunde vor einem Store zeltet, um einer der Ersten zu sein, der das neue I-Phone-Modell bekommt. Das muss man wirklich erstmal schaffen. Das hat Apple hinbekommen, denn für die Apple User ist es nicht nur ein Computer oder ein mobiles Endgerät, sondern ein Statussymbol. Und darum geht es: Als Unternehmen oder als Marke diese Fangemeinde zu erschaffen.

 

Jetzt ist die Frage, wie bekommt man das als kleines- oder mittelständisches Unternehmen denn hin, so einen Sog zu erzeugen und so eine Fangemeinde bzw. Community aufzubauen, die quasi vor dem Shop, dem Büro oder dem Geschäft übernachtet, um dann zu kaufen?

Das ist natürlich ein Prozess, ganz klar. Das geht nicht über Nacht. Letztendlich steht und fällt jede Marke mit der Glaubwürdigkeit, sowohl von innen hergesehen, also von Seiten der Mitarbeiter und der Führungsebene, wie auch von außen. Das muss einfach zusammenpassen.

Das ist bei Apple, um bei Apple zu bleiben so, dass es Da Mitarbeiterschulungen gibt. Die haben weltweit eine Unternehmenskultur erschaffen, die dann wiederum nach außen getragen wird und das spürt der Kunde. Da geht es einfach um das Thema Glaubwürdigkeit.

 

OK. Wenn ich jetzt ein Unternehmen habe und eine Marke bilde: Wie schaffe ich es denn dann über die Arbeit von Dir und Deinen Mitarbeitern, dass sich das Unternehmen bzw. die Marke von den Mitbewerbern / Marktteilnehmern / Wettbewerbern abhebt?

Da gilt wieder das Stichwort „Werte“, wie ich vorhin schon erwähnt habe.

Wenn der Zielkunde mit demselben Wertesystem wie das Unternehmen angesprochen wird, dann erzeugt man automatisch einen Sog.

Dann interessiert es den Interessenten oder den Kunden gar nicht mehr, was der Mitbewerber hat oder tut. Wenn die Werte des Unternehmens und der Marke mit denen des Interessenten übereinstimmen - dann geht er automatisch dort hin.

 

Wer braucht denn Deiner Meinung nach eine „messerscharfe“ Marke?

Jedes Unternehmen - auf jeden Fall!

Es geht ja darum, den Unternehmenswert zu steigern – und zwar nachhaltig und dauerhaft. Auf der Stelle will ja keiner treten und sich auch nicht rückwärts entwickeln - insofern jedes Unternehmen, ganz klar.

Und da ist es auch egal welche Branche. Manchmal heißt es dann auch „Wir sind im Lifestyle unterwegs. Das klappt schon irgendwie“ oder „Zu uns kommen die Kunden sowieso schon immer.“ Da muss man aufpassen, denn irgendwann dreht sich das vielleicht mal wieder, wenn irgendwo jemand Innovatives kommt und von daher ist es für jeden Unternehmer wichtig.

 

Es gibt auch Unternehmen, die der Meinung sind, dass sie sich das nicht leisten können oder wollen. Wie ist denn Deine Meinung, wenn Du jetzt sagst „Das braucht jeder Unternehmer“? Gib da mal ein Statement dazu ab.

Ja, was heißt leisten können oder wollen…

Also ich sehe das als notwendige Budget-Einplanung oder Investition, wie jede andere Investition auch.

Ob ich jetzt den Steuerberater zahlen muss, irgendwelche Marketing-Kampagnen oder dann eben schauen muss, dass ich als Marke präsent bin und mich richtig nach außen präsentiere. Das ist für mich eine Frage der Einstellung.

Das ist eine Investition, die eingeplant werden muss - Und zwar jährlich.

Am besten natürlich wie andere Kalkulationen auch im Voraus, so dass ich weiß, was ich zur Verfügung habe. Das sollte ein fester Posten bei jedem Unternehmen sein.

 

OK. Dankeschön. Jetzt sieht ja Deine Spezialisierung ähnlich wie unsere so aus, dass Du mit dem, was Du tust, den Unternehmenswert steigerst und in manchen Unternehmen durch Deine Arbeit auch erstmal einen Unternehmenswert erschaffst.

Deine Spezialisierung geht ja jetzt auch in den Bereich der Unternehmensnachfolge.

Es gibt die klassischen Unternehmen, von Unternehmern erschaffen, die dann irgendwann eine Nachfolge organisieren, weil sie eben in die Jahre gekommen sind oder vielleicht auch mit 50 schon sagen, dass sie den Rest des Lebens genießen und das Unternehmen abgeben wollen. Eventuell schon an Kinder oder ggf. an nahestehende Mitarbeiter.

Was ist denn hier zu beachten, wenn man da von „Markenbuilding“ spricht? Gerade auch im Hinblick auf die Außendarstellung. Was kannst Du da unseren Lesern weitergeben?

Es geht darum, dass man natürlich immer schaut: Was haben wir denn bereits? Was gibt es aktuell schon? Sowohl im Hinblick auf Stammkunden, als auch auf Mitarbeiter.

Da den richtigen Weg zu finden und zu sagen, „Ich nehme sowohl meine Stammkunden als auch meine Mitarbeiter mit, aber habe natürlich auch das neue Konzept, um zielorientiert den Unternehmenswert zu steigern.“

Da einen guten Weg zu finden. Denn auch hier muss es wieder von den Mitarbeitern nach außen transportiert werden. Wenn die dann natürlich dagegen ankämpfen und sagen „Wollen wir alles nicht! Wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist.“, dann hat man natürlich ein Problem als Unternehmen.

Da muss man wirklich ein Konzept erarbeiten. Das geht auch nicht von hier auf gleich. Da muss man sich fragen: Wie schaffe ich es, auch bei den Stammkunden und den Mitarbeitern weiterhin das Vertrauen zu behalten, obwohl sich einiges verändern wird.

Und ganz klar: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

 

Was gibt es denn hier konkret für Möglichkeiten für ein Unternehmen?

Ich sage das mit meinem Slogan: Erstmal müssen eingerostete Ketten gesprengt werden.

Da gehe ich auch wirklich ganz klar mit der Meinung voran.

Wenn man natürlich sagt, dass man zwar mit der Zeit gehen aber irgendwie nichts verändern will, dann funktioniert das natürlich nicht.

Im Prinzip sollte man wirklich darauf achten, dass es ein ganzheitliches Markenkonzept gibt oder entwickelt wird, um dann eben langfristig den Unternehmenswert zu steigern.

Und wie schon vorher gesagt, muss man da an die Fangemeinde denken, an das was war und an das was man in Zukunft haben will. Aber letztendlich geht es um das ganzheitliche Konzept.

 

Das heißt mit anderen Worten: Deine Arbeit unterstützt im Prinzip den klassischen neudeutschen Begriff des „Change-Managements“. Wenn Du eine Marke bildest, die messerscharf positioniert ist, dann muss ja ein Change stattfinden.

Das begleitet eigentlich wunderbar einen Change-Prozess. In dem Fall auch einen Nachfolgeprozess und dann ist es sicherlich auch unheimlich wichtig, diese Veränderung – wie man so schön sagt – in der Belegschaft unter zu bringen. Sprich die Mitarbeiter mitzunehmen und das zu transportieren. Gibt es da spezielle Vorgehensweisen oder Werkzeuge, wie Du sowas in der Praxis umsetzt?

Ich teile das in 3 Stufen ein, denn man muss da behutsam vorgehen. Das ist ein Prozess, der geht nicht von heute auf morgen. Aber letztendlich geht es darum, zu sehen, wo wir denn aktuell stehen und wer da alles mit reinspielt, um dann einen Prozess anzuleiten.

Da muss natürlich die Bereitschaft der Mitarbeiter, aber auch seitens der Führungsebene, bestehen. Das geht dann, wenn ich ab einem gewissen Punkt transparent bin und sag‘ „Hey, wir wollen alle, dass das Unternehmen wächst“ und dann eben daraus ein Prozess entwickle.

 

Sehr schön. Wie muss ich mir den Ablauf denn generell vorstellen, wenn so ein Konzept implementiert wird? Wie ist die Abfolge? Wie kann sich das ein Kunde dann vorstellen?

Vorab: Wer nicht weiß, wo er herkommt, der weiß nicht, wo er hingeht.

Insofern ist natürlich auch hier wichtig, zu ermitteln, wo das Unternehmen aktuell steht. Also die Status-Quo-Analyse. Das ist dann die erste Stufe des dreistufigen Ablaufs.

Dann geht es um die Zielsetzung. Wo will man hin? Da geht es wieder um die Themen Werte, Zielgruppe, Außenkommunikation an sich. Es gilt verschiedene Punkte abzustecken, um zu sehen, wo wir hingehen wollen und daraus folgt dann natürlich der Plan. Der Schlachtplan, der Plan für die Umsetzung, also die Konzeption als solches. Wenn ich diese beiden Punkte abgesteckt habe, dann weiß ich auch, was ich dazwischen tun muss, damit wir da auch hin kommen. Das ist im Prinzip dann der dreistufige Ablauf.

 

Sehr schön. Vielen Dank. Wenn jetzt ein Zuschauer Interesse daran hat mehr zu erfahren. Welche Möglichkeiten gibt es denn ganz konkret, um mit Dir ins Gespräch zu kommen? Du bist ja sehr ausgebucht und hast viel zu tun.

Ja, aktuell schon. Ganz klassisch über meine Website. Da steht natürlich alles sehr ausführlich. Da sind dann auch meine Kontaktdaten.

Normalerweise macht man einen Zoom-Call aus. Der dauert um die 30 Minuten, um sich kennen zu lernen und herauszufinden was braucht denn der Unternehmer. Um dann eben zu sehen, ob das passt. Im Endeffekt über Telefon oder Zoom. So handhabe ich das.

 

Als Resümee nochmal zusammengefasst: Jeder Unternehmer braucht eine messerscharfe Positionierung. Jeder Unternehmer sollte seine – wenn sie vorhanden sind - verrosteten Ketten sprengen und Change-Management betreiben.

Das heißt: Die Positionierung in Verbindung mit der Markenbildung nicht auf die lange Bank schieben, sondern als Must-Have betrachten, um dann eben - ähnlich wie Apple - einen Sog zu erzeugen, eine Fan-Community aufzubauen, um dann darüber natürlich Neukunden und Wachstum zu generieren und das Brand letzten Endes dort hinzubringen, wo es hingehört. An die Spitze.

Genau, das hast Du sehr gut ausgedrückt. Also es geht wirklich darum, dass viele denken es geht ein bisschen um Design oder CI. Aber es ist wirklich ganzheitliche, so wie Du es beschrieben hast.

Dann spürt auch der Kunde oder der Interessent, dass das Ganze stimmig ist.

Somit erzeugt man genau diesen Sog, den sich jeder Unternehmer wünscht.

 

Was würdest Du unseren Zuschauern jetzt noch auf den Weg mitgeben wollen?

Rechtzeitig anfangen, also nicht zu lange warten, bis es zu eingerostet ist. Oftmals ist das ein schwierigerer und längerer Prozess, als wenn man stetig schaut. Auch wenn  man immer denkt, dass es irgendwie läuft und man viele Anfragen hat.

Trotzdem: Wie man jetzt in der Phase sieht, kann sich ganz schnell vieles ändern. Oder auch das Thema Arbeitgeber-Marke. Man sollte immer das Thema Marketing oder auch Marketingauftritt im Auge haben und da auch stetig weiterarbeiten.

 

Kontakt:

www.markenrebellin.com