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Erste Razzia in Lahr: UNESCO verbietet Kirschtorte ohne Backlizenz - Ortenau in Aufruhr

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Erste Razzia in Lahr: UNESCO verbietet Kirschtorte ohne Backlizenz - Ortenau in Aufruhr

 

UNESCO-Entscheid trifft Konditoreien und Hobbybäcker in der Ortenau unvorbereitet - Backlizenz, Prüfungskommission und empfindliche Strafen ab sofort Pflicht.

Es ist eine Nachricht, die in der Ortenau wie eine Bombe eingeschlagen hat: Die UNESCO hat die Schwarzwälder Kirschtorte mit sofortiger Wirkung in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der Menschheit aufgenommen. Was zunächst wie eine freudige Ehrung klingt, hat jedoch einen Haken - einen sehr grossen.

Denn laut dem gestern in Paris verabschiedeten „Protokoll zum Schutz kulinarischen Weltkulturerbes" (PSKW) ist die gewerbliche wie private Herstellung der Torte ab sofort nur noch mit einer offiziellen UNESCO-Backlizenz gestattet. Wer ohne Zertifikat Kirschen auf Sahne drapiert und das Ganze mit Schokoröllchen bestreut, riskiert empfindliche Strafen.

„Die Schwarzwälder Kirschtorte ist kein Gebäck. Sie ist ein Kulturgut der Menschheit. Wir können nicht länger zulassen, dass sie ohne jede Kontrolle in Privatküchen und Bäckereien produziert wird", erklärte UNESCO-Sprecher Jean-Pierre Dubois auf der Pressekonferenz in Paris. „Das Rezept gehört der Welt - aber die Torte darf nur noch von zertifizierten Händen gebacken werden."

Erste Razzia in Lahr: Konditorin fassungslos

Die Tinte unter dem UNESCO-Beschluss war kaum trocken, da rückte gestern Morgen um 7:30 Uhr eine dreiköpfige Prüfungskommission in der Lahrer Innenstadt aus. Ziel: die Konditorei „Süsses Eck" in der Bismarckstrasse, wo gerade frische Kirschtorten für das Osterwochenende vorbereitet wurden.

„Die haben einfach die Küche betreten, meiner Auszubildenden den Spritzbeutel aus der Hand genommen und gefragt, wo unsere Lizenz hängt", berichtet Inhaberin Monika Zähringer noch immer sichtlich aufgewühlt. „Ich habe 31 Jahre Kirschtorte gebacken. Meine Mutter hat Kirschtorte gebacken. Meine Grossmutter hat Kirschtorte gebacken. Und jetzt soll ich plötzlich eine Prüfung ablegen?"

Die Kommission beschlagnahmte vorsorglich zwei fertige Torten als „Beweismittel" und hinterliess einen Aufkleber an der Kühlvitrine: „Geprüft - Lizenz ausstehend." Das Gebäck, so heisst es, befinde sich derzeit in einem klimatisierten Sicherheitslager in Freiburg.

Was die Lizenz kostet - und wie man sie bekommt

Die UNESCO-Backlizenz für die Schwarzwälder Kirschtorte ist in drei Stufen erhältlich:

  • Stufe Bronze (Hobbybäcker): Theorieprüfung in Offenburg, 3 Praxiseinheiten, Gebühr 149 Euro. Berechtigt zur Herstellung für den Eigengebrauch - nicht für Gäste.
  • Stufe Silber (Gastgewerbe): Zweitägige Schulung in Genf, Kirschwasser-Sachkundenachweis, jährliche Gebühr 890 Euro. Berechtigt zur Abgabe an Gäste bis max. 12 Portionen täglich.
  • Stufe Gold (Konditoreien und Bäckereien): Fünftägige Ausbildung in Paris oder Freiburg, mündliche Prüfung vor der internationalen Kirschtorten-Kommission (IKK), jährliche Lizenzgebühr 2.400 Euro. Unbegrenzte Produktion.
Strafenkatalog bei unerlaubtem Backen
Torte ohne Lizenz gebacken (Erstverstoß) 250 Euro
Kirschwasser-Anteil unter 2 cl pro Portion 180 Euro
Verwendung von Fertigsahne aus der Dose 400 Euro
Schokoröllchen aus dem Ausland (nicht Schwarzwälder Herkunft) 320 Euro
Gewerbsmässiger Wiederholungsverstoß bis zu 12.000 Euro

Protest in Achern, Empörung in Gengenbach

Der Aufschrei in der Ortenau ist gross. In Achern haben sich bereits 340 Hobbybäckerinnen und -bäcker in einer Whatsapp-Gruppe zusammengeschlossen und fordern „Backen ohne Bürokratie". In Gengenbach plant der örtliche Backverein für Samstag eine Mahnwache vor dem Rathaus - mit selbst gebackener Kirschtorte, versteht sich, solange noch keine Kommission auftaucht.

Auch Bürgermeister Bernd Bruder aus Ohlsbach meldete sich zu Wort: „Ich habe nichts gegen Weltkulturerbe. Aber wenn meine Frau an Weihnachten keine Kirschtorte mehr backen darf ohne Prüfungszeugnis, dann hat die UNESCO ein Problem mit mir."

Selbst im Europaparlament in Strassburg - nur einen Katzensprung von Kehl entfernt - sorgt der Beschluss für Verwirrung. Die elsässische Abgeordnete Marie-Claire Schmitt soll gefragt haben, ob die Regelung auch für die „Forêt-Noire"-Version gelte, die traditionell mit Cognac statt Kirschwasser zubereitet wird. Die Antwort der UNESCO steht noch aus.

Erste Prüfungstermine in der Ortenau

Das Landratsamt Ortenaukreis hat mitgeteilt, dass die ersten Prüfungstermine für die Backlizenz Stufe Bronze ab dem 15. April 2026 in Offenburg angeboten werden. Anmeldungen seien ab sofort möglich - die Liste sei jedoch bereits jetzt „unerwartet lang".

„Wir haben mit zehn Anmeldungen gerechnet", sagte eine Mitarbeiterin des Landratsamts. „Bis gestern Abend waren es 1.847. Wir mussten die Telefonleitung abschalten."

Regio-Ortenau.de bleibt für Sie am Ball und berichtet weiter über die Entwicklungen rund um das süsseste Weltkulturerbe aller Zeiten.

Dieser Artikel ist unser Aprilscherz 2026. Alles frei erfunden - die Schwarzwälder Kirschtorte darf selbstverständlich weiterhin ohne Lizenz und ohne Strafe gebacken werden. Wir wünschen einen schönen 1. April - und viel Spass beim Backen!