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Lkw-Ladepark geplant, Strom fehlt: Niklas Günther über Hürden, Hoffnung und Geduld

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Lkw-Ladepark geplant, Strom fehlt: Niklas Günther über Hürden, Hoffnung und Geduld

 

Ein Bericht aus der Praxis - und warum der nächste Schritt trotzdem kommt.

Wer dieser Tage den Lahrer Anzeiger gelesen hat, kennt die Geschichte: Niklas Günther will investieren, und das Stromnetz lässt ihn nicht. Was sich trocken anhört, ist für den Geschäftsführer der Günther Energie+Service GmbH eine handfeste Herausforderung - und für die Region ein Thema, das weit über Lahr hinausgeht.

Der Plan

Seit Oktober 2025 gehört eine 6.600 Quadratmeter grosse Fläche direkt neben dem Betrieb an der Einsteinallee zum Unternehmen. Baureif, erschlossen, strategisch gut gelegen. Der Plan von Niklas Günther: sechs bis zehn Schnellladesäulen für Elektro-Lkw, später bis zu zwölf. Ein Ladepark, der Speditionen in der Region eine verlässliche Ladeinfrastruktur bietet - und dem Standort ein weiteres Standbein.

Das Problem

Elektrischer Strom. Oder genauer: das Fehlen davon.

Im September 2025 stellte Günther eine Anschlussanfrage für acht Megawatt beim E-Werk Netze - abgelehnt. Im Spätjahr 2025 eine Anfrage über 4 MW und im Januar 2025 die Anfrage über 2 MW - ebenfalls abgelehnt. Der Grund: Netze BW, dem das E-Werk-Netz vorgelagert ist, kann grössere Anschlussleistungen derzeit nicht oder nur eingeschränkt bereitstellen. Das Netz hält mit dem steigenden Strombedarf nicht Schritt - auch wegen bürokratischer Hürden beim Ausbau.

Günthers nüchternes Urteil: „Das hätte die Politik doch auf dem Schirm haben müssen."

Wo es jetzt steht

Anfang Juni reichte Günther eine neue Anfrage ein - diesmal über ein Megawatt. Inzwischen hat sich das E-Werk telefonisch gemeldet. Nichts Greifbares bislang, aber ein Signal. In ein bis zwei Monaten soll ein weiteres Gespräch folgen.

Parallel denkt Günther über Batteriespeicher nach. Die Photovoltaikanlage auf den Dächern des Betriebs liefert bereits grünen Strom. Mit einem Batteriespeicher könnte man diesen Strom zwischenspeichern und zumindest einen oder zwei Lkw laden. „Ich möchte den Ladepark aber auch wirtschaftlich betreiben können", sagt Günther - und das bleibt die entscheidende Bedingung.

ZUR EINORDNUNG
Das Problem ist kein Lahrer Einzelfall. In den Niederlanden sind ganze Gewerbegebiete vom Netzausbau-Stopp betroffen. In Deutschland klagen Unternehmer bundesweit über ähnliche Erfahrungen. Wer in die Energiewende investieren will, braucht ein Netz, das mithält - das ist die Voraussetzung, über die gerade viel geredet und zu wenig gehandelt wird.

Was das für unsere Kunden bedeutet

Wer heute mit einem E-Lkw bei uns vorbeikommt: Die vorhandenen Schnellladesäulen für Pkw stehen auch Nutzfahrzeugen mit passendem Anschluss zur Verfügung. Eine Lösung für den Regelbetrieb grosser Flotten ist das bislang nicht - aber ein Anfang.

Und die sieben Pkw-Schnellladesäulen funktionieren tadellos: rund um die Uhr, unkompliziert, auf dem Gelände direkt an der Einsteinallee.

Günther bleibt dran

Niklas Günther ist frustriert - aber er wartet nicht. Der Batteriespeicher wird weiter geprüft, die Gespräche mit dem E-Werk laufen, die Fläche steht bereit. „Ich möchte in die Zukunft investieren", sagt er. Der Wille ist da. Jetzt muss das Netz nachziehen.

Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Sobald es Neuigkeiten zum LKW-Ladepark gibt, erfahren Sie es hier zuerst - als unsere Kunden und Nachbarn. Bis dahin: Die vorhandene Ladeinfrastruktur steht für Sie bereit.

Günther Energie+Service - Investition in die Zukunft der Mobilität!