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Welche Aufgaben hat der Nephrologe?


Der Nephrologe untersucht die Arbeit der Nieren, insbesondere bei gestörter Funktion, und beurteilt Risiken für die Niere.

Allerdings lassen sich Störungen der Nierentätigkeit häufig nur am Auftreten von Blutzellen oder Eiweiß im Urin oder an einer Erhöhung der Nierenwerte im Blut erkennen, d.h. oft nur durch eine gezielte Untersuchung.

Manchmal weisen auch ein erhöhter Blutdruck oder das Auftreten von Wasseransammlungen (Ödemen) auf eine Erkrankung der Nieren hin. Schmerzen sind dagegen außer bei bakteriellen Infekten oder Nierensteinen untypisch.

Auffällige Befunde oder Symptome werden vom Nephrologen abgeklärt, eine Diagnose gestellt und Therapieempfehlungen gegeben z.B. bezüglich Medikamenten, Ernährung oder Lebensführung. Falls erforderlich wird festgelegt, in welchen Zeitabständen Kontrollen der Blut- und Urinbefunde erfolgen sollten.

Bei deutlicher Einschränkung der Nierentätigkeit treten Begleiterkrankungen anderer Körpersysteme auf wie erhöhter Blutdruck, Störungen der Blutbildung oder des Knochenaufbaus, Störungen des Gleichgewichts der Mineralstoffe und des Säure-Basenhaushalts im Serum. Die Behandlung dieser Begleiterkrankungen ist eine wichtige Aufgabe des Nephrologen.

Nephrologen sind auch spezialisiert für die Abklärung des schwer einstellbaren Bluthochdrucks (Hypertonie), daher unsere Zusatzbezeichnung „Hypertensiologen“ der Deutschen Hochdruckliga.