Ab 25 Grad vermehren sich Legionellen explosionsartig. Gerade in älteren Häusern mit langen Leitungswegen und selten genutzten Zapfstellen steigt das Risiko im Sommer. Was Hausbesitzer wissen müssen und welche Prüfpflichten gelten.
Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Es kommt direkt aus dem Hahn, wir trinken es, kochen damit, duschen darin. Dass aus der Leitung gefährliche Keime kommen könnten, daran denken die wenigsten. Doch gerade in älteren Häusern in Kehl und der Ortenau, wo Leitungssysteme teilweise seit Jahrzehnten unverändert ihren Dienst tun, kann ein Risiko entstehen, das man weder sieht noch riecht noch schmeckt: Legionellen.
Legionellen sind Bakterien, die natürlicherweise im Wasser vorkommen. In geringen Mengen sind sie harmlos. Problematisch wird es, wenn sie sich vermehren - und das tun sie bevorzugt bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius. Stehendes, lauwarmes Wasser ist ihr idealer Lebensraum.
Gefährlich werden Legionellen, wenn sie eingeatmet werden - etwa beim Duschen, wenn feiner Wassernebel entsteht. Die sogenannte Legionärskrankheit ist eine schwere Lungenentzündung, die besonders für ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem bedrohlich sein kann.
Im Sommer erwärmen sich Kaltwasserleitungen, die durch aufgeheizte Kellerräume oder unter dem Dach verlaufen. Was eigentlich kalt sein sollte, erreicht plötzlich Temperaturen, bei denen sich Legionellen wohlfühlen.
Besonders kritisch sind Zapfstellen, die selten genutzt werden: das Gäste-WC, die Dusche im Keller, der Anschluss in der Einliegerwohnung. Hier steht das Wasser tagelang in der Leitung - warm und still. Perfekte Bedingungen.
Für Mehrfamilienhäuser mit zentraler Warmwasserbereitung und einem Speichervolumen über 400 Liter schreibt die Trinkwasserverordnung regelmässige Legionellenprüfungen vor. Vermieter und Eigentümergemeinschaften sind in der Pflicht.
Aber auch für Einfamilienhäuser gilt: Die Verantwortung für die Trinkwasserqualität liegt beim Eigentümer - ab dem Hauswasseranschluss. Wer seine Anlage vernachlässigt, riskiert nicht nur die Gesundheit, sondern auch rechtliche Konsequenzen.
Die wichtigste Regel: Warmwasser muss heiss bleiben, Kaltwasser muss kalt bleiben. Warmwasserspeicher sollten auf mindestens 60 Grad eingestellt sein. Selten genutzte Leitungen sollten regelmässig durchgespült werden. Und wer unsicher ist, wie es um seine Trinkwasserinstallation steht, lässt einen Fachbetrieb draufschauen.
› Warmwasserspeicher: Mindestens 60°C Speichertemperatur
› Selten genutzte Zapfstellen: Wöchentlich durchspülen
› Kaltwasser kalt halten: Leitungsführung und Dämmung prüfen
› Totleitungen stilllegen: Nicht mehr genutzte Anschlüsse abklemmen lassen
› Prüfpflicht beachten: Mehrfamilienhäuser regelmässig testen lassen
Wann wurde Ihre Trinkwasserinstallation das letzte Mal geprüft? Das Team von Sanitär Eisenbeiß - Michael Ihm e.K. in Kehl-Kronenhof berät Sie zur Trinkwasserhygiene und prüft Ihre Anlage auf Schwachstellen - für sauberes, sicheres Wasser aus jedem Hahn.
Kontakt: eisenbeiss-ihm@t-online.de | 07851-3166
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Ab welcher Temperatur vermehren sich Legionellen?
Legionellen vermehren sich bevorzugt bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius. Stehendes, lauwarmes Wasser in selten genutzten Leitungen ist ihr idealer Lebensraum.
Wie werden Legionellen gefährlich?
Gefährlich werden sie beim Einatmen - etwa beim Duschen, wenn feiner Wassernebel entsteht. Die sogenannte Legionärskrankheit ist eine schwere Lungenentzündung, die besonders für ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem bedrohlich sein kann.
Wer ist zur Legionellenprüfung verpflichtet?
Für Mehrfamilienhäuser mit zentraler Warmwasserbereitung und einem Speichervolumen über 400 Liter schreibt die Trinkwasserverordnung regelmässige Prüfungen vor. Vermieter und Eigentümergemeinschaften sind in der Pflicht.
Was kann man gegen Legionellen im Trinkwasser tun?
Warmwasserspeicher auf mindestens 60°C einstellen, selten genutzte Zapfstellen wöchentlich durchspülen, Kaltwasserleitungen kalt halten und nicht mehr genutzte Anschlüsse abklemmen lassen.
Wer prüft die Trinkwasserinstallation in Kehl und der Ortenau?
Sanitär Eisenbeiß - Michael Ihm e.K. in Kehl-Kronenhof berät zur Trinkwasserhygiene und prüft Anlagen auf Schwachstellen. Kontakt: eisenbeiss-ihm@t-online.de oder 07851-3166.
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