Hochsommer in der Ortenau - auf Kehler Dächern wird es richtig heiss
Während unten im Schatten geschwitzt wird, herrschen auf Kehler Dächern Temperaturen jenseits der 40 Grad. Wie sich thermische Ausdehnung auf Blechverkleidungen auswirkt - und warum gute Verarbeitung hier den Unterschied macht.
Wer in diesen Wochen durch Kehl geht und den Blick nach oben richtet, sieht Dächer, die in der Sommersonne regelrecht flimmern. Was unten als angenehme Wärme wahrgenommen wird, ist oben auf den Blechverkleidungen blanke Hitze. Temperaturen von 60, 70, manchmal sogar 80 Grad auf dunklen Metalloberflächen sind im Hochsommer keine Seltenheit. Das ist Physik - und wer Blecharbeiten versteht, weiss: Metall arbeitet.
Stahl, Zink, Kupfer, Aluminium - alle Metalle dehnen sich bei Wärme aus und ziehen sich bei Kälte zusammen. Das ist bekannt, unvermeidbar und kein Problem - sofern die Verarbeitung darauf ausgelegt ist. Fachgerecht ausgeführte Blecharbeiten berücksichtigen diese thermische Ausdehnung von Anfang an: durch Dehnungsfugen, flexible Verbindungspunkte und die richtige Materialwahl.
„Ein Blechstreifen von einem Meter Länge aus Zink dehnt sich bei 60 Grad Temperaturunterschied um fast zwei Millimeter aus“, erklärt das Team von Sanitär Eisenbeiß in Kehl-Kronenhof. „Das klingt wenig. Bei fünf Meter Länge ist es schon ein Zentimeter. Wenn die Konstruktion das nicht auffangen kann, entstehen Spannungen - und irgendwann Schäden.“
Der Unterschied zwischen einer Blecharbeit, die 30 Jahre hält, und einer, die nach fünf Sommern Probleme macht, liegt oft in Details, die man von aussen nicht sieht. Wie wurden die Befestigungspunkte gesetzt? Gibt es ausreichend Spielraum für Bewegung? Wurden die richtigen Materialstärken gewählt? Sind die Übergänge zwischen verschiedenen Elementen sauber ausgeführt?
Gerade bei Dachabschlüssen, Wandanschlüssen und Kehlen - also den Übergangsbereichen zwischen verschiedenen Dachflächen - zeigt sich nach einigen Hitzesommern, wie sorgfältig gearbeitet wurde. Risse in der Dichtung, gelöste Verbindungen oder aufgewölbte Flächen sind typische Folgen unzureichender Planung.
Der Hochsommer ist ein guter Zeitpunkt für eine Sichtprüfung - auch wenn paradoxerweise kaum jemand bei 35 Grad ans Dach denkt. Wer von innen Feuchtigkeitsflecken an der Dachschräge oder am Dachrand bemerkt, sollte das nicht auf die lange Bank schieben. Im Sommer ist eine Leckage leichter zu orten und zu beheben als im Herbststurm.
Auch sichtbar aufgewölbte oder gelöste Blechteile sollten zeitnah geprüft werden. Was jetzt locker ist, wird beim nächsten Sturm zum fliegenden Risiko.
„Wir sehen auf Baustellen manchmal Arbeiten, bei denen man merkt, dass die Ausdehnung nicht einkalkuliert wurde“, sagt man bei Sanitär Eisenbeiß. „Das führt früher oder später zu Problemen.“
Wer neu bauen oder sanieren lassen will, sollte darauf achten, dass der Betrieb die thermische Ausdehnung nicht als Randnotiz behandelt, sondern als selbstverständlichen Teil der Planung.
Hochwertige Materialien und sorgfältige Ausführung kosten im ersten Moment etwas mehr. Über die Lebensdauer gerechnet sind sie die günstigere Entscheidung.
Tipp-Box: Blecharbeiten im Sommer im Blick
› Sichtprüfung vom Boden: Aufgewölbte oder gelöste Teile erkennen
› Innencheck: Feuchtigkeitsflecken an Dachschrägen oder Rändern
› Nach Hitzewellen: Kurze Kontrolle der Dachanschlüsse
› Neue Arbeiten: Auf Dehnungsfugen und flexible Verbindungen achten
› Im Zweifel: Lieber früh prüfen als im Herbststurm reagieren
Haben Sie Blechteile am Dach, die sich im Sommer verändert haben? Das Team von Sanitär Eisenbeiß - Michael Ihm e.K. in Kehl-Kronenhof schaut sich das an - und sagt ehrlich, ob Handlungsbedarf besteht.
| eisenbeiss-ihm@t-online.de | |
| Telefon | 07851-3166 |
P.S.: Wir suchen Verstärkung! Obermonteur, Monteur und Helfer (m/w/d) gesucht. Alle Infos unter 07851-3166.
Wie heiss wird Blech auf dem Dach im Hochsommer?
Auf dunklen Metalloberflächen sind Temperaturen von 60, 70, manchmal sogar 80 Grad im Hochsommer keine Seltenheit.
Wie stark dehnt sich Blech bei Hitze aus?
Ein Blechstreifen von einem Meter Länge aus Zink dehnt sich bei 60 Grad Temperaturunterschied um fast zwei Millimeter aus. Bei fünf Meter Länge kommt so bereits rund ein Zentimeter zusammen.
Wie fängt eine fachgerechte Blecharbeit die Ausdehnung auf?
Durch Dehnungsfugen, flexible Verbindungspunkte und die richtige Materialwahl. Entscheidend sind ausserdem die Befestigungspunkte, ausreichend Spielraum für Bewegung, passende Materialstärken und sauber ausgeführte Übergänge.
Woran erkenne ich Schäden durch thermische Ausdehnung?
Typische Folgen unzureichender Planung sind Risse in der Dichtung, gelöste Verbindungen oder aufgewölbte Flächen. Sie zeigen sich vor allem an Dachabschlüssen, Wandanschlüssen und Kehlen.
Warum ist der Sommer ein guter Zeitpunkt fĂĽr die PrĂĽfung?
Im Sommer ist eine Leckage leichter zu orten und zu beheben als im Herbststurm. Und was jetzt locker ist, wird beim nächsten Sturm zum fliegenden Risiko.
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